eva's blog

Allein

Morgens Viertel vor sechs. Die Welt ist still. Ich kann nicht schlafen, ich bin allein.

Weißt du, was mein Problem ist?

Ich weiß es nicht. Ich ahne nur etwas, etwas vages Unfassbares - also nicht unglaublich, sondern nicht anfassbar. Ich bin verrückt, also nicht bekloppt oder irre, sondern verschoben, weg gerückt, außer Phase.

Abends um sechs werde ich müde. Kann nicht mehr.

Morgens um vier werde ich wach. Kann nicht mehr schlafen.

Manchmal kommt es anders...

Das habe ich gebraucht. Nicht gewollt. Aber es hat geholfen.

Es kam so:

Ich habe eine selbst gemachte Regel, dass ich morgens, nachdem die Kinder in Schule und Kindergarten gegangen sind, erstmal eine Stunde in der Wohnung aufräume, putze und Dinge organisiere, bevor ich mich an den Computer setze. Heute morgen auch. Ich hatte aber keine Lust. Ich wollte lieber arbeiten. Ich habe mir also in Erinnerung gerufen, warum ich das selbst mache und nicht wie andere Eltern eine Haushaltshilfe habe, Putzfrau, Perle oder wie immer ihr es nennen wollt. Es gibt drei Gründe dafür.

google comment robot - Warum will ich eigentlich Kommentare?

Was sagt uns das über uns selbst: Wenige Clicks trennen DICH von DEINEM EIGENEN Blog. Toll, oder? Du kannst der ganzen Welt mitteilen, was du denkst, was du fühlst, was du nicht denkst und was du mal irgendwo gelesen hast. Und dann? Interessiert es irgendwen? Sind die Hits nur von Suchmaschinen produziert? Und wenn ja, wann bringen wir den Suchmaschinen endlich bei, geistreiche - oder irgendwelche - Kommentare zu hinterlassen?!

Halt, halt, halt, nochmal zurück.

Symboliken des Lebens. Oder: Von alten Wurzeln und neuen Blättern

Manche Erinnerungen sind verschollen. Glauben wir.

Manche Erinnerungen sind eingetütet, nicht verschollen. Wir wissen genau, wo sie sind. Wie zum Beispiel die Musikkassetten meiner Jugendzeit. Wegschmeißen kann ich die nicht. Ist doch klar. Wie sollte ich mich von der 2 Millionen Mal gehörten Kassette mit Number of the Beast auf der einen Seite und Piece of Mind auf der anderen trennen?! Das ist ein Teil meiner Jugend, meines Lebens, meiner Existenz. Könnte ich ja gleich einen Teelöffel voll Gehirnsubstanz opfern.

Aber hören muss ich sie auch nicht mehr.

Savour the pain! - Genieße den Schmerz!

Heute morgen auf dem Weg zum Kindergarten habe ich mal wieder etwas gelernt.
Mein Sohn rennt los. Ich renne ihm hinterher. Es ist ein Spiel und manchmal spiele ich ja wirklich gerne. Aber dann schlüpfe ich zu gut in die Rolle des kleinen Kindes und stolpere über meine eigenen Füße, falle der Länge nach hin. Oh, diese Scham! Dieser Schmerz! Der Ärger über mich selbst...

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